Tage wie dieser

Tage wie dieser müssten unbedingt und restlos abgeschafft werden. Das war einer jener Tage für die man eigentlich im Vorfeld eine spezielle Bewilligung unterzeichnen müsste und für die man mindestens einen Doktortitel in Raketenwissenschaft braucht (für alles was man dringend auf den Mond schiessen müsste). Ich sags euch dieser Tag war so was von…..und deshalb habe ich heute Abend spontan entschieden, mich ein bisschen mit etwas Schönem zu beschenken. Von der lieben Anna für die liebe Anna (ooooch nein ich war gar nicht lieb 🙈). Einfach so! Unbedingt nachmachen! Es tut gut 😀

Best friends‘ coffee

So, meine Lieben,

der Nachmittag heute war (glaub nicht nur bei mir 😉) ein bisschen mühsam wenn nicht sogar dramatisch.   Nachdem nun endlich alle Pflanzen winterfest gemacht und sich auch alle andern mehr oder weniger emotionalen Dramas etwas beruhigt haben ist es Zeit für einen Best Friends‘ coffee. Was das ist? Eine weise Freundin erzählte mir mal, dass sie in den Dramen des Lebens immer wieder versucht, sich selbst die beste Freundin zu sein. Schliesslich kennt uns keine so gut wie wir und keine weiss dass wir gerade heute Heisshunger auf Caramels haben, nachdem wir wochenlang geglaubt haben, ohne Stracciatella-Lindorkugeln fast nicht leben zu können. Tu Dir was Gutes; du hast es verdient!  Mädels; leistet euch einen Best Friends‘ coffee, klopft euch auf die verspannungsgeplagte Schulter und geniesst den Moment! Ihr macht viel und ihr machts gut. Und für den Rest hat schon jemand bezahlt!

 

Uf Wiederluege

Die letzte Sunnästrahlä.
Ds Ändi vom Summer.
Der Afang vom Herbst.
Es isch Zit. Es isch guet.
U gliich ligt chli Wehmuet i de guudige Strahlä u z Liächt bringt e Saite vom Härz zum Klingä wo chli trurig tönt.

I säge hallo.                                                                I bi wieder da.                                                         U du geng no.                                                 Geits der guet? Bisch z fride, ruhig u glückläch?                                                              Du fäusch mer.                                                        I vermisse di.                                                        Me aus Wort no chöi beschribä fäusch du üs.                                                                Fäusch dere Wäut u gliich bisch da.    Chli stiu u gliich ganz klar steisch ungereinisch im nä Momänt u di Blick weckt e chliini Tränä wo langsam i mis Härz abegheit.
I vermisse di.
Wie gärn würdi hie höcklä näbä dir.    Chli plöiderlä, siniere oder zämä einig schwige.
I vermisse di. Und i dankä dir.                   Für das wo du bisch xii u geng no bisch. Geng wirsch si.
U so stani uf. E letzte Blick.                            D Sunnestrahlä blände u spieglä i tue d Ouge zuä u säge dir tschüss.             Einisch meh.                                                          Uf Wiederluege.

In dankbarer Erinnerig a S. H. B.  Mir vergässe Di nie!

In Erinnerung

Das Dorf lag in tiefem Nebel. Nur die zackigen Spitzen der schroffen Berge, die er einst so geliebt hatte, ragten aus den Wolken,  als wachten sie drohend über dem Dorf und es schien, als teilten sie seine tiefe Trauer.

Der Pfarrer war ein Fremder und seine Worte, waren sie auch wohlüberlegt und besonnen, vermochten die versammelte Gemeinde nicht zu trösten. Er hatte ihn nicht gekannt und nannte seinen Namen mit einer gewissen Leere; ohne je seine schwielige Hand gedrückt zu haben oder den tiefen, wenn auch etwas kritischen Blick seiner Augen zu kennen.

Dicht gedrängt sassen sie in den Bänken, die Männer vom Dorf; Männer der Berge; die muskelbepackten, braun gebrannten Arme zeugten von harter Arbeit, von zähem Zupacken und Durchhalten. Die alten,  holzgezimmerten Kirchenbänke schienen lächerlich klein und eng; wie für Kinder gemacht und nicht für sie.                    Die tiefen Furchen auf ihren Gesichtern erzählten Geschichten von Tapferkeit und Mut, aber auch von Leid und Trauer. Die Falten schienen tiefer zu sein als sonst und der Betrachter nahm erstaunt die Risse, die Klüfte und die Rüfe der Umgebung wahr, die sich auf den von Anstrengung  gezeichneten Gesichtern wiederspiegelten wie auf einer dreidimensionalen Landkarte; mit unleserlicher Tinte geschrieben und nur schwer zu entziffern, geschweige denn zu verstehen. Und doch schien von ihnen ein eigenartiger Zauber auszugehen;  trotz des unübersehbaren Schmerzes und des offensichtlichen Leidens der Gegenwart schienen ihre Augen den Glanz nicht gänzlich verloren zu haben und manch einer würde es, vielleicht ein wenig verwegen, den Stolz der Bergler nennen; soweit man so etwas überhaupt in Worte fassen kann.

Er war früh gegangen. Unerwartet. Die Nachricht hatte tief getroffen und einstudierte, wohlgelesene Worte mochten den tiefen Schmerz nicht zu mindern.       Die Fassungslosigkeit, die Frage nach dem Warum, die Sehnsucht nach Trost und das Verlangen nach Sinn waren so gegenwärtig spürbar, dass es schien als könnte man sie mit Händen greifen.

Und doch war er da, der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, und hüllte sie alle ein in dieser kleinen Kirche.                       Der Schmerz wird weniger werden;               die Erinnerungen stärker und doch leichter, unbeschwerter. Er wird Teil ihres Lebens bleiben und in ihren Herzen und in ihren Gedanken und Gesprächen weiterleben, bis sie ihn eines Tages wiedersehen.      Dann werden alle Furchen sich glätten und die letzten Tränen werden der ewigen Freude weichen.

In Erinnerung an L . J.