gone

So plötzläch.

D Nachricht hett üs erschütteret.

Ds cha doch nid sii.

Vori no grad tschüss gseit.

Es wird kes hallo me gäh.

Für langi Zit.

Dis Härz schlaht itz ihre angere Wäut.

Mir si trurig.

Mir chöis nid verstah.

I de Häng vo Dim himmlischä Vater bisch Du für immer sicher.

Aber du fäusch.

Di Platz blibt läär.

Mir si sprachlos.

Tränä z vorderst.

Und es isch okey.

Du bisch äs so wärt dass üs Tränä abälouffe

u mir fassigslos dastöh u nid chöi gloube

dass Du nümä da bisch.

Mir wärde Di niä vergässe Dominik

Mein Lieblingsfest….

Ich habe heute eine Email gekriegt mit folgendem Header:

Und ich hab mich gefragt „Wollte ich das wirklich wissen???!!!!“ Wollte ich wirklich daran erinnert werden, was  noch alles gekauft, gebastelt und verpackt werden muss, geschweige denn gekocht, dekoriert, aufgeräumt und geputzt? Ich weiss nicht, wie es euch geht, wenn ihr an Weihnachten denkt? Wann habt ihr euch das letzte mal so richtig auf Weihnachten gefreut?

Doch ganz ehrlich unter uns; ich mag Weihnachten. Ich glaube sogar, es ist mein Lieblingsfest. Ich mag den Zauber und das geheimnisvolle Vorbereiten, die liebevollen Gedanken beim Aussuchen der Weihnachtsgeschenke, die Vorfreude auf die glänzenden Kinderaugen beim Auspacken und Staunen, das Gelächter über witzige Geschenkideen unter den Erwachsenen und die Gemeinschaft mit unseren Liebsten, die wir von ganzem Herzen lieben, obwohl sie uns manchmal fast an den Rand des Wahnsinns bringen.

Ich liebe den Duft nach frischgebackenen Plätzchen und kann es kaum erwarten, mit den Kindern Grittibänze zu backen, die ersten Mandarinli zu kaufen und den Weihnachtsmann anzurufen, um ihn zu fragen, ob er nicht doch biiiiitte dieses Jahr noch mal kommen würde….,.

Und doch kenne ich genauso gut die überfüllten Läden, die gestressten Leute und die müden Kinder, die partout keine Lust haben, heute für den Götti zu basteln, weil man das eben so macht….

Wisst ihr was? Dieses Jahr möchte ich wieder einmal so richtig Kind sein. Mich jeden Morgen beim Erwachen so riiiiichtig freuen aufs  Aufstehen, weil der wunderschöne Adventskalender wartet, schon vor dem Frühstück den ersten Weihnachtskeks stibitzen, keine Kalorien zählen, herzhaft in einen frisch gebackenen Grittibänz beissen, mit roten Wangen Schlittschuh fahren, Schlitteln und Schneeballschlachten bis zum Umfallen und kein Gedanke daran, dass die nassen Kleider dann wieder getrocknet werden müssen und was alles noch zu tun ist. Wisst ihr was? Ich glaube der Götti und das Grosi mögen uns und unsere Kinder weil wir SIND und nicht für das was wir TUN (sonst habt ihr die falschen erwischt 😉). Warum nicht einmal aufs obligate WeihnachtsgeschenkefürGöttiundGottibasteln verzichten und eben genannte zu einem gemeinsamen Schneespaziergang mit anschliessendem zVieri einladen? Das gibt schöne Erinnerungen, die garantiert keinen Staub ansetzen. Ich glaub, ich versuchs mal. Und die Bastelfreunde unter uns: Wer Freude, Zeit und Lust hat (und Kinder, die freiwillig mitmachen🤣), der bastle ungeniert und freue sich daran!

ln dem Sinne wünsche ich euch eine entspannte und genussvolle Vor-Adventszeit. Lasst uns staunen und geniessen!

Tage wie dieser

Tage wie dieser müssten unbedingt und restlos abgeschafft werden. Das war einer jener Tage für die man eigentlich im Vorfeld eine spezielle Bewilligung unterzeichnen müsste und für die man mindestens einen Doktortitel in Raketenwissenschaft braucht (für alles was man dringend auf den Mond schiessen müsste). Ich sags euch dieser Tag war so was von…..und deshalb habe ich heute Abend spontan entschieden, mich ein bisschen mit etwas Schönem zu beschenken. Von der lieben Anna für die liebe Anna (ooooch nein ich war gar nicht lieb 🙈). Einfach so! Unbedingt nachmachen! Es tut gut 😀

Best friends‘ coffee

So, meine Lieben,

der Nachmittag heute war (glaub nicht nur bei mir 😉) ein bisschen mühsam wenn nicht sogar dramatisch.   Nachdem nun endlich alle Pflanzen winterfest gemacht und sich auch alle andern mehr oder weniger emotionalen Dramas etwas beruhigt haben ist es Zeit für einen Best Friends‘ coffee. Was das ist? Eine weise Freundin erzählte mir mal, dass sie in den Dramen des Lebens immer wieder versucht, sich selbst die beste Freundin zu sein. Schliesslich kennt uns keine so gut wie wir und keine weiss dass wir gerade heute Heisshunger auf Caramels haben, nachdem wir wochenlang geglaubt haben, ohne Stracciatella-Lindorkugeln fast nicht leben zu können. Tu Dir was Gutes; du hast es verdient!  Mädels; leistet euch einen Best Friends‘ coffee, klopft euch auf die verspannungsgeplagte Schulter und geniesst den Moment! Ihr macht viel und ihr machts gut. Und für den Rest hat schon jemand bezahlt!

 

Uf Wiederluege

Die letzte Sunnästrahlä.
Ds Ändi vom Summer.
Der Afang vom Herbst.
Es isch Zit. Es isch guet.
U gliich ligt chli Wehmuet i de guudige Strahlä u z Liächt bringt e Saite vom Härz zum Klingä wo chli trurig tönt.

I säge hallo.                                                                I bi wieder da.                                                         U du geng no.                                                 Geits der guet? Bisch z fride, ruhig u glückläch?                                                              Du fäusch mer.                                                        I vermisse di.                                                        Me aus Wort no chöi beschribä fäusch du üs.                                                                Fäusch dere Wäut u gliich bisch da.    Chli stiu u gliich ganz klar steisch ungereinisch im nä Momänt u di Blick weckt e chliini Tränä wo langsam i mis Härz abegheit.
I vermisse di.
Wie gärn würdi hie höcklä näbä dir.    Chli plöiderlä, siniere oder zämä einig schwige.
I vermisse di. Und i dankä dir.                   Für das wo du bisch xii u geng no bisch. Geng wirsch si.
U so stani uf. E letzte Blick.                            D Sunnestrahlä blände u spieglä i tue d Ouge zuä u säge dir tschüss.             Einisch meh.                                                          Uf Wiederluege.

In dankbarer Erinnerig a S. H. B.  Mir vergässe Di nie!

In Erinnerung

Das Dorf lag in tiefem Nebel. Nur die zackigen Spitzen der schroffen Berge, die er einst so geliebt hatte, ragten aus den Wolken,  als wachten sie drohend über dem Dorf und es schien, als teilten sie seine tiefe Trauer.

Der Pfarrer war ein Fremder und seine Worte, waren sie auch wohlüberlegt und besonnen, vermochten die versammelte Gemeinde nicht zu trösten. Er hatte ihn nicht gekannt und nannte seinen Namen mit einer gewissen Leere; ohne je seine schwielige Hand gedrückt zu haben oder den tiefen, wenn auch etwas kritischen Blick seiner Augen zu kennen.

Dicht gedrängt sassen sie in den Bänken, die Männer vom Dorf; Männer der Berge; die muskelbepackten, braun gebrannten Arme zeugten von harter Arbeit, von zähem Zupacken und Durchhalten. Die alten,  holzgezimmerten Kirchenbänke schienen lächerlich klein und eng; wie für Kinder gemacht und nicht für sie.                    Die tiefen Furchen auf ihren Gesichtern erzählten Geschichten von Tapferkeit und Mut, aber auch von Leid und Trauer. Die Falten schienen tiefer zu sein als sonst und der Betrachter nahm erstaunt die Risse, die Klüfte und die Rüfe der Umgebung wahr, die sich auf den von Anstrengung  gezeichneten Gesichtern wiederspiegelten wie auf einer dreidimensionalen Landkarte; mit unleserlicher Tinte geschrieben und nur schwer zu entziffern, geschweige denn zu verstehen. Und doch schien von ihnen ein eigenartiger Zauber auszugehen;  trotz des unübersehbaren Schmerzes und des offensichtlichen Leidens der Gegenwart schienen ihre Augen den Glanz nicht gänzlich verloren zu haben und manch einer würde es, vielleicht ein wenig verwegen, den Stolz der Bergler nennen; soweit man so etwas überhaupt in Worte fassen kann.

Er war früh gegangen. Unerwartet. Die Nachricht hatte tief getroffen und einstudierte, wohlgelesene Worte mochten den tiefen Schmerz nicht zu mindern.       Die Fassungslosigkeit, die Frage nach dem Warum, die Sehnsucht nach Trost und das Verlangen nach Sinn waren so gegenwärtig spürbar, dass es schien als könnte man sie mit Händen greifen.

Und doch war er da, der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, und hüllte sie alle ein in dieser kleinen Kirche.                       Der Schmerz wird weniger werden;               die Erinnerungen stärker und doch leichter, unbeschwerter. Er wird Teil ihres Lebens bleiben und in ihren Herzen und in ihren Gedanken und Gesprächen weiterleben, bis sie ihn eines Tages wiedersehen.      Dann werden alle Furchen sich glätten und die letzten Tränen werden der ewigen Freude weichen.

In Erinnerung an L . J.